Die Betreuung unter dreijähriger Kinder:

Kinder unter 3 Jahren profitieren von einer guten außerfamiliären Betreuung.

Seit Inkrafttreten des neuen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) werden in den Kindertageseinrichtungen mehr Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder eingerichtet.
So auch im Familienzentrum Sonnenschein.

Kinder unter 3 Jahren in die Kita aufzunehmen, ist für das gesamte Team eine große Herausforderung. Dass es gelingt, die notwendigen Voraussetzungen für die Betreuung von Kleinstkindern zu organisieren und gleichzeitig die Bedürfnisse der älteren Kinder nicht aus den Augen zu verlieren, ist in hohem Maße von dem Aufgabenverständnis des pädagogischen Fachpersonals abhängig.

In unserer Einrichtung werden grundsätzlich insgesamt 15 U3 Kinder betreut, davon 5 Kinder in der sog. GF 1 (KiBiz), gemeinsam mit 15 Ü3 Kindern und 10 Kinder in der sog. GF 2 (KiBiz).
Diese Platzangabe kann je nach Bedarf von einem Kindergartenjahr zum nächsten Kindergartenjahr variieren.

Von ganz besonderer Wichtigkeit ist die Eingewöhnungsphase. Wir haben feste Rituale, die den Kindern Sicherheit geben und somit den Start erleichtern.
Wir erwarten, dass sich ein Elternteil oder eine andere feste Bezugsperson (Tagesmutter, Oma, Tante…) am Eingewöhnungsprozess beteiligt. Die Dauer der Eingewöhnungsphase ist vom einzelnen Kind abhängig und in erster Linie vom Alter. Jedes Kind ist individuell. Bei einem Kind kann die Eingewöhnungsphase in einer Woche abgeschlossen sein, bei einem anderen vielleicht sogar erst nach 2-4 Wochen.
Eine Eingewöhnung ist grundsätzlich erst dann abgeschlossen, wenn das Kind die Erzieherinnen als sichere Basis bzw. als Bezugspersonen neben den Eltern akzeptiert, in dem es sich z.B. von ihnen trösten lässt.

Die Eingewöhnungsphase ist eine besondere Zeit:

Für jedes Kind ist der Eintritt in den Kindergarten ein großes Ereignis, welches sich für die einzelnen Kinder durch unterschiedliche Gefühle äußert. Viele Neuankömmlinge werden von Neugierde und Entdeckungsfreude getrieben, andere wiederum sind ängstlich und scheu. Das hängt einerseits mit dem jeweiligen Charakter des Kindes zusammen, andererseits mit der Vorerfahrung der Kinder. Waren die Kinder schon in einer Betreuung, sei es bei einer Tagesmutter oder einer anderen Krippe, ist es meistens einfacher für sie, sich zu lösen. Sie haben die Erfahrung schon gemacht, dass Mama oder Papa wiederkommen, auch wenn diese morgens die Einrichtung verlassen. Bei Kindern, die bis zum Eintritt in die KiTa ausschließlich von Mama und Papa betreut wurden, kann die Ablösungszeit länger dauern.
Auch die Einstellung der Eltern trägt zu einer guten oder schlechten Eingewöhnung bei. Kann sich die Mutter oder der Vater selbst schlecht lösen und sei es unbewusst, spürt dies das Kind und es wird sich unsicher fühlen und möchte die Einrichtung nicht besuchen.


Sanfter Einstieg in den Kindergarten:

Eine sichere Ausgangsbasis ist eine wichtige Bedingung für den Übergang von der Familie in den Kindergarten. Hierzu gehören die Anwesenheit vertrauter Personen, am besten Mama oder Papa, aber auch ein vertrauter Gegenstand wie Puppe, Kuscheltier oder „Schnuffeltuch“.
Damit sich die Kinder langfristig in unserer Einrichtung wohlfühlen können, wählen wir einen sanften, langsamen Einstieg, angelehnt an das sog. „Berliner Modell“.
Hierbei kommt ein Elternteil am ersten Tag mit dem Kind in die Einrichtung und „entdeckt“ sie gemeinsam mit ihm. Das Kind hat die Sicherheit, dass Mama oder Papa da sind, es hat die Möglichkeit, sich frei zu bewegen oder auch „nur“ auf dem Schoß des Elternteils zu sitzen und zu gucken, was im Kindergarten so alles „los“ ist. Eine Erzieherin steht als Ansprechpartnerin bereit, hält sich allerdings vorerst zurück. Nach ein bis zwei Stunden verlassen Mama oder Papa und das Kind die Einrichtung.


Ausdehnung der Anwesenheitszeiten:
Die Anwesenheitszeiten werden in den nächsten Tagen ausgedehnt und das Kind nimmt an Ritualen wie beispielsweise Morgenkreis, Frühstück und so weiter teil. Die Eltern treten in den Hintergrund, die Erzieherin ganz langsam in den Vordergrund. Nach drei – vier Tagen verlässt die Vertrauensperson für kurze Zeit den Kindergarten. Sie sollte allerdings immer telefonisch erreichbar sein, damit das Kind die Sicherheit bekommt, dass die Eltern trotz Kindergartens zur Verfügung stehen. Auch viele Eltern brauchen die Sicherheit, dass die Erzieherinnen anrufen würden, wenn sich das Kind überhaupt nicht beruhigen ließe. Bei einigen Kindern ist diese langsame Eingewöhnungszeit nach einer Woche abgeschlossen, es werden jedoch von unserer Seite mindestens zwei Wochen eingeplant, damit sich die Eltern und somit die Kinder nicht unter Druck gesetzt fühlen und die Kleinen sich mit einem Lächeln und nicht mit Geschrei von den Eltern lösen können. Die Kinder, die noch länger brauchen, bekommen natürlich auch diese Zeit zugestanden.

Grundsätzlich gilt:

Jedes Kind ist einzigartig und bestimmt selbst den Verlauf und vor allem das Zeitfenster seiner eigenen Eingewöhnungsphase in den Kindergarten.

Eine sanfte Eingewöhnung ist die Grundvoraussetzung für eine unbeschwerte Kindergartenzeit. Deshalb wird sie für jedes Kind ganz individuell gestaltet.
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Gruppenerzieherinnen und den Eltern ist während dieser Zeit von ganz besonderer Wichtigkeit.


Ist die Eingewöhnungsphase abgeschlossen, beginnt die Zeit des Wohlfühlens.

Viel (Frei-)Raum für die Kleinsten

Um eine optimale Bildungsförderung auch bei den U3 Kindern zu unterstützen,
berücksichtigen wir folgende Aspekte:

Eltern von Kindern unter drei Jahren brauchen in besonderem Maße die Sicherheit und das Vertrauen, dass ihr Kind in der Kindertageseinrichtung „gut aufgehoben“ ist und dass es dort gut gefördert und betreut wird.


Eines steht fest:

Langweilig wird es den Kindern nicht, sie haben immer etwas zu tun, manchmal reicht der Tag gar nicht und sie gehen nach „getaner Arbeit“ ungern nach Hause. Und wenn doch einmal Langeweile aufkommt – auch okay, auch diese Erfahrung muss gemacht werden.

"Nimm mir nicht die Steine aus dem Weg,
sondern wecke in mir den Wunsch, sie aus eigener Kraft zu überwinden"


Die U3 Kinder, die in der Marienkäfergruppe betreut werden, bleiben dort 1-2 Jahre (je nach Alter) und wachsen dann in die Kindergartengruppen, die freien Plätze werden mit neuen U3 Kindern aufgestockt.
Die U3 Kinder der Froschgruppe bleiben bis zur Einschulung in dieser Gruppe.