Beginnt die Schule schon im Kindergarten? Nein, denn das was die Bildungspläne vorsehen, unterscheidet sich sehr stark vom schulischen Lernen. Bildung im Kindergarten soll alltagsnah und ganzheitlich sein, sie setzt auf eine Stärkung des Selbstwertgefühls der Kinder und orientiert sich an den Stärken und Kompetenzen eines jeden einzelnen Kindes.

Wir verstehen die gesamte Arbeit mit den Kindern von Beginn der Kindergartenzeit an, als Vorbereitung für die Schule.
Wir bereiten unsere Kinder nicht durch das systematische Vermitteln besonderer Kenntnisse auf die Schule vor, sondern dadurch, dass wir jedem Kind helfen, sich in seiner Umwelt zurecht zu finden, sein Selbstvertrauen zu stärken und seine Lebensfreude zu wecken.

Im Fokus unserer Arbeit stehen die genaue Beobachtung und die gezielte Förderung der Vorschulkinder in den unterschiedlichen Bereichen.
Da ist u.a. der soziale Bereich, der einen sehr hohen Stellenwert hat.
Ein Kind, das in die Schule kommt, sollte in der Lage sein, mit einem Erwachsenen in Kontakt zu treten, ihm beispielsweise zu antworten, wenn es angesprochen wird, einen Gruß erwidern oder auch, wenn es darum gebeten wird, einen kleinen Auftrag auszuführen. Voraussetzung hierfür ist die sprachliche Kompetenz. Ist der Wortschatz altersgemäß entwickelt, ist die Aussprache verständlich?
Weiterhin sollten die Kinder gelernt haben, Absprachen und Vereinbarungen zu treffen, Verantwortung für sich und auch für andere zu übernehmen. Ihre Konflikte sollten sie auf faire Art, möglichst mit Worten, anstatt handgreiflich zu werden lösen können. Hierbei lernen sie Erfolge zu genießen, aber auch Misserfolge zu verarbeiten.
Die eigenen, selbstständig im Spielprozess gesammelten Erfahrungen summieren sich zur Intelligenz und somit zur kognitiven Schulreife.
Auch der feinmotorische Bereich ist von besonderer Wichtigkeit.
Kinder sollten beispielsweise – was altbekannt ist – mit Stiften, Schere, und Kleber umgehen, sich selbstständig an –und ausziehen und möglichst die Schuhe binden können, also in den täglichen Dingen sicher und selbstständig zurechtkommen.
Weiterhin ist auch die Koordinationsfähigkeit und grobmotorische Sicherheit sehr wichtig. Das Kind sollte sich in seinem Körper wohlfühlen, mit seinen Gefühlen, Stimmungen und Reaktionen vertraut sein.
Außerdem sollte ein jedes Vorschulkind eine gewisse Freude auf Schule verspüren und vielleicht sogar schon ein wenig Interesse für Buchstaben und Zahlen haben. Es sollte einfache Figuren und Formen nachzeichnen können und einen Menschen mit allen seinen wesentlichen Körperteilen und diese an die richtige Stelle platziert.
Weiterhin sollte es die Begriffe, mehr – weniger, gleichviel kennen und groß – klein, lang – kurz, eckig – rund voneinander unterscheiden können.
Auch sollte es kleinere Mengen auf einen Blick erfassen können, ohne einzeln nachzuzählen, z.B. die Würfelaugen.

Diese Dinge lernen die Kinder im ganz normalen Tagesablauf des Kindergartens, durch bestimmte Gesellschaftsspiele, durch gezielte Bastelangebote, spezielle Bewegungsförderung, durch verschiedene Stuhlkreisangebote und ganz besonders bei der alltagsintegrierten Sprachbildung.

Außerdem haben die Kinder während des letzten Kindergartenjahres die Möglichkeit, an verschiedenen „Vorschulaktionen“ des Familienzentrums teilzunehmen.

Teilnahme an einem „Selbstbewusstseinstraining“ unter dem Motto „Bleib cool“Mitgestaltung der „Arsbecker – Senioren – Adventsfeier“Erwerb eines sog. „Büchereiführerscheins“in Kooperation mit der Dalheimer BüchereiBesuch der Zahnarztpraxis Dr. Stehle in ArsbeckTeilnahme an versch. Angeboten der Kreispolizei Heinsberg Besuch der Grundschulen Arsbeck / WildenrathAbschiedsfeier der Vorschulkinder (Übernachtung im Familienzentrum)
Weiterhin werden die Vorschulkinder 1x wöchentlich aus der Gesamtgruppe separiert, wo sie an gezielten Angeboten zur Vorschulförderung teilnehmen können.

Auch ein sogenannter „Vorschulordner“ ist Teil unserer Vorschularbeit. Er ist eine Sammlung vieler Übungsblätter zur Unterstützung der Schulreife und hat bei den Kindern einen sehr hohen Stellenwert, weil er sie als Vorschulkind auszeichnet.
Der Besitz eines Ordners hat für sie etwas mit Schule zu tun uns macht sie stolz. Das „Arbeiten“ in diesem Vorschulordner soll den Kindern stets Spaß machen und die Vorfreude auf die Schule steigern.