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Kinder sind kompetent – das Kind als Akteur seiner Entwicklung

Bildung beginnt mit der Geburt. Bereits vom ersten Tag an entdeckt, erforscht und gestaltet das Kind seine Welt. Es ist Akteur seiner Entwicklung und erschließt sich die Umwelt. Aus eigenem Antrieb heraus will es die Dinge, die es umgibt, verstehen und Neues dazulernen. In keiner anderen Phase des Lebens lernt der Mensch so schnell und ausdauernd und gleichzeitig so mühelos.

Kinder sind von Anfang an mit Kompetenzen ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, sich zunehmend in der Welt zurechtzufinden. Bereits von den ersten Lebensmonaten an möchten sie aktiv an den Vorgängen in ihrer Umwelt teilnehmen und ihre Entwicklung und ihr Lernen mit gestalten. Im Laufe ihrer weiteren Entwicklung haben sie das Bedürfnis, sich als kompetent zu erleben, erproben im Umgang mit anderen Menschen soziales Miteinander, entdecken die Natur, lösen knifflige Aufgaben, fragen nach dem Sinn des Lebens und vieles mehr. Kinder sind schon früh zu kognitiven Leistungen und Einsichten in der Lage. Sie setzen sich schon sehr früh mit der Komplexität der Welt auseinander. Sie entdecken und lernen aktiv und können so neue Erfahrungen auf der Grundlage bisheriger Erlebnisse einordnen und deuten. So kommen sie zu eigenen Einsichten, entwickeln eigene Konzepte des Verstehens und konstruieren Sinn.



Um das Potential, das Kinder von Geburt an mitbringen, zu fördern, orientieren wir uns an den

10 Grundsätzen zur Bildungsförderung,

die unsere tägliche Arbeit mit den Kindern bestimmen:



Diese 10 Grundsätze zur Bildungsförderung geben den Kindern die Möglichkeit, umfassende und grundlegende Bildungs- und Erfahrungsprozesse zu erleben.
Sie sind zwar inhaltlich abgegrenzt, dennoch gibt es in der pädagogischen Praxis vielerlei Überschneidungen.
Bei der Ausführung von Projektarbeit, können mit ein und derselben Tätigkeit verschiedene Bildungsbereiche angesprochen werden.
Sprache und Kommunikation z.B. manifestiert sich fast in allen Bildungsbereichen.

Ganzheitliches Lernen steht immer im Vordergrund.

Die Bildungsbereiche helfen dabei, die gesamte Bildungsarbeit zu strukturieren und werden bei der Auswahl der täglichen Lernangebote stets bedacht.
Aus den Bildungsbereichen ergeben sich verschiedene Bildungsmöglichkeiten.



Die Bildungspotentiale, die jedes Kind von Geburt an mitbringt, werden so frühzeitig entdeckt, gefördert und herausgefordert.

In der Gruppe hat das Kind die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen, indem es sich ausprobieren, Nähe und Distanz erleben, sich öffnen bzw. sich abgrenzen kann.
So kann es Freundschaften schließen und pflegen, Konflikte lösen und Gefühle wie Wut, Trauer, Freude, Angst und Hass ausleben, solange es sich selbst und/oder andere nicht beeinträchtigt oder gar gefährdet.
Wir wollen für Kinder eine vertrauenswürdige Bezugsperson sein. Sie sollen spüren, dass wir zuverlässig, aufmerksam und ernsthaft mit ihnen umgehen. Hieraus ergibt sich ein sogenannter „partnerschaftlich – demokratischer Erziehungsstil“.

Wir Mitarbeiterinnen orientieren uns nicht an den Wünschen unserer Kinder, sondern primär an ihren Bedürfnissen.
Das heißt, in einer Gruppe gilt es, bestimmte Regeln und Grenzen zu beachten, um ein Zusammenleben überhaupt möglich zu machen.
Für ein gemeinsames Leben mit anderen Menschen ist ein soziales Verhalten die Voraussetzung. Wir möchten, dass die Kinder dies erkennen und angemessene Verhaltensweisen leben.

So wird ihnen ermöglicht, ihr gegenwärtiges Leben und ihre Umwelt kognitiv (geistig) und emotional (gefühlsmäßig) zu erfahren.

Wir verstehen die gesamte Arbeit im Hinblick auf und mit den Kindern als Vorbereitung für die Schule und das spätere Leben.
Wir bereiten unsere Kinder nicht durch das systematische Vermitteln besonderer Kenntnisse auf die Schule vor, sondern dadurch, dass wir dem Kind helfen, sich in seiner Umwelt zurecht zu finden sein Selbstvertrauen stärken und seine Lebensfreude wecken.
Hierbei spielt die soziale Komponente eine besondere Rolle. Im täglichen Umgang mit den anderen Kindern hat jedes einzelne Kind die Möglichkeit, diesbezüglich die notwendigen Erfahrungen zu machen.



Ausschlaggebend für die spätere Schulfähigkeit ist, dass ein Kind ...





Wir bieten unseren Kindern ein Lernfeld unter Berücksichtigung ihrer aktuellen Lebenssituation. Gezielte Angebote, Projekte, Freispielaktivitäten, sowohl drinnen als auch draußen und Aktivitäten außerhalb der Einrichtung werden dabei gleichermaßen berücksichtigt.
Die Kinder lernen Absprachen und Vereinbarungen zu treffen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Sie sollen versuchen ihre Konflikte auf faire Art, mit Worten, nicht mit Handgreiflichkeiten zu lösen.

Hierbei lernen die Kinder Erfolge zu genießen und Misserfolge zu verarbeiten. Die eigenen, selbstständig im Spielprozess gesammelten Erfahrungen summieren sich zur Intelligenz und somit zur geistigen Schulreife.


Pestalozzi spricht in diesem Zusammenhang von

„HAND – HERZ – KOPF – PÄDAGOGIK“

(handeln – fühlen – denken).



Auch Maria Montessoris pädagogischer Leitsatz

„HILF MIR ES SELBST ZU TUN“

verhilft uns zu Denkanstößen.



Wir möchten die Kinder zur Selbstständigkeit, Selbstsicherheit und Kritikfähigkeit erziehen.
Es geht einher mit Gefühlen der Freude und der Freiheit.
Ein eingeengter Bewegungsraum wird als quälend empfunden. Aus spontaner Bewegungslust aber entsteht Eigenbewegung, auch im Hinblick auf die Lernentwicklung.
Kinder können mehr leisten, wenn sie „frei“ lernen dürfen. Es macht Kinder jedoch mutlos, wenn sie Verwöhnung und Grenzenlosigkeit erleben. Sie brauchen zu ihrem eigenen Schutz Grenzen und Regeln, um sich orientieren zu können.