Die Unterstützung der Sprachentwicklung der Kinder stellt eine zentrale Bildungsaufgabe im pädagogischen Alltag dar und ist ein Grundsatz der Bildungsförderung in Kindertageseinrichtungen.

Alltagsintegrierte Sprachbildung prägt den pädagogischen Alltag und erreicht alle Kinder der Einrichtung von Beginn an. Somit ist eine Alltagsintegrierte Sprachbildung auch immer eine inklusive Sprachbildung. Sie ist kein Konzept mit vorgegebenen Materialien und Zeiten.

Vielmehr orientiert sie sich an den individuellem Interessen und Ressourcen der Kinder von 0-6 Jahren und wird in den alltäglichen Ablauf integriert.
Eine Sprachbildung, die im pädagogischen Alltag stattfindet, orientiert sich an individuellen Sprachentwicklungsverläufen.

Die pädagogischen Fachkräfte unserer Einrichtung unterstützen den Bildungsprozess eines jeden Kindes. Sie greifen vielfältige Situationen im Alltag auf und stellen eine sprachanregende Umgebung bereit. Bei der Auswahl von Angeboten und Themen orientieren sie sich an den Lebenswelten und individuellen Interessen der Kinder. Dementsprechend sind sie sensibel für Sprachanlässe, die sich in unterschiedlichen Situationen ergeben (beispielsweise bei musikalischen oder kreativen Angeboten).

Wir betrachten Sprache nicht losgelöst vom pädagogischen Alltag, weshalb alle Bildungsbereiche im Rahmen der Alltagsintegrierten Sprachbildung zum Tragen kommen.
Alltagsintegrierte Sprachbildung beginnt bereits bei der Begrüßung, wo das Kind zum aktiven Sprachgebrauch angeregt wird und zieht sich durch den gesamten Tagesablauf.
Hierbei erweitern die Kinder permanent ihren Wortschatz und somit ihre Sprachkompetenz. Sie lernen, durch Sprache die Welt zu verstehen und zu ordnen. So wissen sie, dass ein Dackel zur Gruppe der Hunde gehört und ein Hund wiederum zu den Tieren, ebenso wie der Elefant oder die Katze.

Sprachförderung ist ein allgegenwärtiger Teil des Kindergartenalltags. Beim Spielen, Singen, Turnen, Basteln, Experimentieren oder beim Betrachten von Bilderbüchern – immer geht es auch um Sprache. Die Erzieherinnen sind stets bestrebt, neue Sprachanlässe zu finden, denn je vielfältiger die Themen sind, je reichhaltiger und abwechslungsreicher Sprache ist, desto besser ist die Sprachförderung.
Unsere Erzieherinnen sind Expertinnen für Sprachförderung in vielen alltäglichen Situationen. Sie begleiten die Handlungen unserer Kinder sprachlich. Sie nutzen den Stuhlkreis für Sprachspiele, für eigenes Erzählen oder für das Einüben von Gesprächen. Dabei werden auch die dafür notwendigen Regeln geübt, wie sich gegenseitig ausreden zu lassen, sich gegenseitig zuzuhören und zu warten, bis man an der Reihe ist.
Ein großes Repertoire an Gesellschaftsspielen und Bilderbüchern ist zur Unterstützung der alltagsintegrierten Sprachförderung vorhanden.